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YOGI der Erdbeerdieb oder "eigentlich" .... ist kein Hauptwort!!!

...am 11. Januar 1999 wurde unser YOGI geboren und seit dem 8. März 1999 bereichert er unser Familienleben auf seine ganz spezielle und ureigene Art und Weise.

Seine Welpen-Eskapaden wie Türrahmen zerknabbern und Sofakissen zerpflücken hat er schnell aufgegeben. Ich habe ihn einige Male nachhaltig "aus dem Anzug geschüttelt" und daraus hat er gelernt. Vielleicht hat er sich aber auch bei unserem Berner-Sennenhund BALU, der noch niemals nennenswerten Schaden angerichtet hat, etwas abgeschaut. Jedenfalls war die Zeit der großen Schäden sehr schnell vorbei.

Nun – YOGI wäre kein echter Dokhyi, wenn er sich von seinen Vorhaben wirklich abbringen ließe..... und in nunmehr zweieinhalb Jahren habe auch ich das begriffen.

Mein Yogibärchen ist nämlich schlau ... und wer nicht erwischt wird ... ist unschuldig und darf nicht ausgeschimpft werden! Auch wenn auf unerklärliche Weise die Knöpfe vom Bettbezug verschwinden ... dann war es wohl der Gärtner.

YOGI hat gelernt, sich nicht erwischen zu lassen.

Am sichersten bin ich, dass er nichts anstellt, wenn ich höre wo er sich gerade herumtreibt. Dabei habe ich ihm doch beigebracht, dass das Stillsein erwünscht ist – eigentlich ist Stillsein etwas Gutes... "eigentlich".... und eigentlich ist er ja sowieso ein Engel. 

Wenn er im Garten ist, und mal wieder über die Nachbarn motzt und herumpöbelt, dann flitze ich hin, beruhige ihn, und wenn er still ist, gibt es eine Belohnung (natürlich für beide Tiere). Als Belohnung gebe ich gerne mal ein Stück Obst. BALU zum Beispiel ist ganz verrückt nach Bananen.

Aber eigentlich ist Obst ja doof und Yogi ist nicht ganz so begeistert davon, aber er nimmt es trotzdem, bespielt und beschimpft es, und verspeist es letztendlich doch. Bananen, Äpfel, Birnen sogar Orangen frisst er... und letztens gab es mal ein paar Erdbeeren. Schöne süße, saftige Erdbeeren. Ich liebe Erdbeeren und hatte sie vom Einkauf mitgebracht, da die in meinem Garten noch nicht reif waren. Nun lagen wir Drei auf dem Rasen und verspeisten unsere Erdbeeren. Ein schönes Bild wie mein Mann sagte, denn er lief gleich los und holte seine Kamera.

Die Erdbeeren waren schnell verspeist und beide Hunde waren gleichermaßen begeistert davon - mh, das war lecker - Erdbeeren sind was Feines.

Ich habe in den vergangenen Tagen täglich meine Erdbeer-Pflanzen im Garten kontrolliert, denn eigentlich müssten die Beeren, die gestern noch zartrosa waren heute doch rot sein. Aber es waren keine roten da - wieder nur zartrosa und auch am nächsten Tag war alles unverändert - keine roten Erdbeeren.  So nach zirka einer Woche kam mir die Sache langsam seltsam vor - da muss doch irgend wer meine Erdbeeren klauen!!!

Mein Mann beteuerte sofort seine Unschuld und BALU geht bei dieser Wärme freiwillig nicht nach draußen, also blieb doch nur noch YOGI übrig, aber der ist ja ein Engel...

Ich legte mich nun auf die Lauer. Immer wenn es mal verdächtig still im Garten war, schlich ich hinaus, aber mein Hund lag nur auf dem Rasen, in der prallen Sonne und mimte das Engelchen. Er hat eben sehr gute Ohren und wenn ich glaubte zu schleichen, so hörte er mich wahrscheinlich laut und deutlich kommen, also musste ich meine Strategie ändern.

Diesmal entschied ich mich für ein Sonnenbad. Ich ging gleichzeitig mit YOGI in den Garten und legte mich auf meine Decke, die Erdbeeren gut im Blick und wartete regungslos ab. Mein Hund kam zu mir und legte sich neben mich und nach kurzer Zeit war ich eingeschlafen. Hätte er mich nicht beschmust und mit seinen Barthaaren wachgekitzelt, ich hätte ihn wieder nicht erwischt. Nun lag ich da, mit einem Auge blinzelnd und sah ihm zu, wie er mit seiner dicken Nase die Blätter der Erdbeerpflanzen anhob, und die reifen, roten Früchte genüsslich abfraß. Eine Pflanze nach der anderen hob er an,  langsam und gründlich in typischer Dokhyi Manier und man sah ihm an, wie gut sie ihm schmeckten. Eigentlich wollte ich ja mit dem Erdbeerdieb schimpfen, aber "eigentlich" ist glücklicher Weise kein Hauptwort!


Yogi - im Sommerlook und die saftigen Erdbeeren immer im Blick!

© Christine Lindmüller
Im Sommer 2001

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